hier lese ich Dir meinen Artikel vor:

 

Okay, ich gebe zu, dass mit uns war nicht Liebe auf den ersten Blick. Aber auf den zweiten!

Als ich vor 7 Jahren bei einer Internet-Recherche zu meinen vielfältigen Beschwerden auf Ayurveda stieß, war ich nämlich gar nicht begeistert. Ich hatte einen der zahllosen online-Tests gemacht. Heraus kam, dass ich ein Kapha-Typ sein sollte und die Ernährungsempfehlungen waren zusammengefasst vegan und zuckerfrei. Damit war ich dann auch schon wieder fertig mit dem Thema, denn ich konnte mir weder vorstellen vegan noch zuckerfrei zu essen.

 

von Ablehnung zu schockverliebt

 

Der Ayurveda klopfte dann später ein zweites Mal und dafür viel geschickter an: Es war in der Sylvester-Nacht 2019/2020. Wir schauten mit unseren Kindern einen Jim-Knopf-Film und ich stöberte parallel im Internet bei den Buchtipps eines Blogs, den ich damals abonniert hatte. Und da, tadaaa, stand es: wie neugeboren durch modernen Ayurveda! Ich war schockverliebt, denn ich las in der Buchbeschreibung über den Ayurveda folgendes:

  • sich neu geboren fühlen
  • der Neustart für den ganzen Körper
  • warum es nicht auf ihre Ernährung, sondern auf ihre Verdauung ankommt
  • Selbstbehandlungsprogramm (dass mir die Schulmedizin zu dem Zeitpunkt nicht weiterhelfen konnte, wusste ich bereits)
  • Heißhunger-Attacken überwinden
  • Energie gewinnen
  • ungesunden Lebensgewohnheiten ein Schnippchen schlagen
  • überflüssige Pfunde ganz ohne Mühe verlieren
  • die Erfolge ein Leben lang aufrechterhalten

Wenn ich zu der Zeit etwas gebrauchen konnte, dann genau solche Mutmacher. Sie trafen mich voll ins Herz. Also habe ich direkt das Buch bestellt und meine wunderbare Ayurveda-Reise nahm ihren Lauf. Mit großer Begeisterung und Hingabe stieg ich immer tiefer in die Materie ein. So ticke ich, wenn mich etwas angefixt hat. Ich gebe dann keine Ruhe, bis ich möglichst alles zu dem Thema weiß. Was soll ich sagen? Die Recherche dauert bis heute an, denn der Ayurveda hält einen riesigen Wissensschatz bereit. So mache ich gerade die Ausbildung zum Ayurveda-Lifestyle-Coach bei Dr. Janna Scharfenberg, die ich im September diesen Jahres abschließen werde.

Aber was ist es nun, was den Ayurveda für mich zur großen Liebe macht (nach meinem Mann und unseren 3 wundervollen Kindern natürlich)?

1. Es gibt keine Verbote

 

Wie in der Liebe ist auch im Ayurveda alles erlaubt! Er kommt so wunderbar undogmatisch daher. Es gibt einfach keine Verbote. Mein körperliches und seelisches Wohlbefinden stehen im Vordergrund. Dazu gibt es Empfehlungen, an denen ich mich orientieren kann. Ich suche mir einfach die heraus, die am besten in mein Leben passen.

Und das ist der große Unterschied zu dem, was ich bis dahin kennengelernt hatte. Über Jahre habe ich mich mit so ziemlich allen Ernährungsformen dieser Welt beschäftigt und entsprechend viel ausprobiert. Ich bin aber immer wieder gescheitert. Zum Beispiel gab es mal eine Rohkostphase (nichts, was über 40° erhitzt wurde, ist erlaubt), die ich aber schon am 5. Tag sehr abrupt und gar nicht rohköstlich mit einer Tafel Schokolade beendet habe. Oder das 10in2 -Fasten (einen Tag essen, einen Tag fasten im Wechsel), bei dem ich an den Fastentagen unausstehlich war. Mit dem ayurvedischen Wissen ist es total nachvollziehbar, warum mein System so auf diese Situationen reagiert hat. Heute genieße ich meine Schokolade. Und ich weiß, wie ich Dinge, die mir nicht so gut bekommen, die ich aber manchmal einfach essen möchte, wieder ausgleichen kann. Und mittlerweile weiß ich auch, dass ich mich weder vegan noch zuckerfrei ernähren sollte. Ich esse und genieße, was mir gut tut und mich nährt – mit richtig gutem Gefühl statt schlechtem Gewissen.

2. Ayurveda ist alltagstauglich

 

Das ist bei der großen Liebe ja irgendwann die entscheidende Frage: wie klappt es denn im wahren Leben mit uns beiden? Ayurveda hat sich in meinem wirklich vollen Alltag absolut bewährt und das macht ihn für mich als Mutter, Ehefrau und Selbstständige ganz besonders attraktiv. Wir müssen nicht stundenlang irgendwelche exotischen Gerichte mit Dingen kochen, deren Namen wir noch nicht einmal aussprechen können. Im Gegenteil, ich koche regional und saisonal, also alles ganz easy. Auch brauche ich kein teures Küchengerät (habe aber eines, weil es für viele andere Dinge einfach praktisch ist…). Das Entscheidende ist, ich muss meinen Alltag nicht nach dem Ayurveda ausrichten, sondern ich passe den Ayurveda meinem Alltag an! Er ist so ein großer Schatz mit vielen Tipps und Tools, mit denen ich ganz easy mein Leben ayurvedisieren kann.

3. Ayurveda erdet mich

 

… wie mein Mann, meine andere große Liebe. Mit den Ayurvedischen Lebensprinzipien habe ich wieder zurück in meine Balance gefunden und lebe jetzt ein Leben, dass sich auch mit vollem Alltag, Job, 3 Kindern, Ehrenamt und Co. leicht und wunderschön anfühlt. Ich habe so viele Tools kennengelernt, die mein Vata und Pitta besänftigen und mehr Kapha in mein System bringen. Das sind die 3 Bioenergien, um die sich im Ayurveda alles dreht. Und was für mich besonders beruhigend ist: ich muss den Ayurveda nicht 100% perfekt umsetzen, sondern schon kleine Schritte bringen schnelle Verbesserungen.

Bernadette steht mit geschlossenen Augen und genießt die Stille um sich herum

Ayurveda hat mir innere Ruhe, Freiheit und ganz viel Genuss gebracht.

4. Ich finde Antworten auf all meine Fragen

 

Kennst Du das, diese besondere Atmosphäre bei den ersten Dates mit Deiner großen Liebe? Ihr könnt über alles sprechen, Du findest endlich Antworten auf Deine Fragen. Du findest Dich plötzlich selber gar nicht mehr so seltsam, weil Dir Dein Gegenüber zu verstehen gibt, dass Du einfach etwas Besonderes bist und gennau richtig, so wie Du bist? So ging es mir mit dem Ayurveda auch. Ich verstehe jetzt körperliche Symptome und Zusammenhängen, aber auch meine persönlichen Verhaltensweisen und Wesenszüge. Kalte Hände und Füße, Migräne, Zyklusbeschwerden wie PMS und Regelschmerzen, Übergewicht, Nackenschmerzen, innere Unruhe, und Verdauungsbeschwerden waren lange Zeit Wegbegleiter in meinem Leben. Zudem denke ich immerzu und über alles nach, habe 1000 Ideen gleichzeitig, kann mich für viele Dinge zur selben Zeit begeistern, lese meistens mind. 2 Bücher parallel, bin aber auch leicht aus der Ruhe zu bringen, kann schlecht mit Zeitdruck umgehen und möchte am liebsten alles auf einmal machen.

5. Ayurveda bringt viel Erfahrung mit

 

… und ist deshalb für eine lebenslange Beziehung gemacht – und nicht morgen schon wieder weg und ausgetauscht, wie eine flüchtige Bekanntschaft. Ich bin in meinem Leben schon so vielen unterschiedlichen und gerade aktuellen Ernährungs- und Lifestyle-Empfehlungen hintergelaufen – völlig ohne Erfolg und oft mit einem üblen Nachgeschmack. Der Ayurveda ist die indische Heilkunst und schon über 5000 Jahre alt. Wenn das mal kein solides Fundament ist.

6. Ayurveda gibt mir Freiheit

 

…und ich habe dabei die Selbstliebe gefunden. So viele Jahre habe ich mich auschließlich an den Bedürfnissen meiner Familie orientiert – logisch, mit 3 kleinen Kindern und einem vielbeschäftigten Ehemann. Und dann hatte ich mich irgendwann selbst verloren, habe mich gefühlt wie in einer leeren Hülle ohne Kern. Der Ayurveda hat mich zu mir selbst zurückgeholt. Ich gebe jetzt an erster Stelle auf mich acht und damit geht es uns allen hier viel besser. Ich nehme mir Auszeiten, weil ich weiß, wie wichtig das für mich Vata-Kopf ist (was das bedeutet, erfährst Du noch).

7. Ayurveda lässt mich gut schlafen

 

Ja, unsere Liebe ist nicht so stürmisch. Sie kommt eher ruhig daher, ziemlich tiefenentspannt sogar.

Ich glaube, das ist, bei Allem was ich mit dem Ayurveda in meinem Leben verändern konnte, die schönste Veränderung für mich selbst. Ich war früher klassische Snoozerin: jede Sekunde im Bett ausnutzen, nochmal den Snooze-Kopf am Wecker drücken, mich dann, die Kinder müssen ja in den Kindergarten und die Schule, völlig vernebelt aus dem Bett quälen, eher übellaunig die Pausenbrote fertig machen, in der Hoffnung, dass mich niemand anspricht.

Heute werde ich an den meisten Tagen ohne Wecker um kurz vor 6 Uhr wach, bin ausgeschlafen, entspannt und voller Tatendrang. Und zwar so sehr, dass ich mich meistens bremsen muss, nicht direkt mit meinen to-dos loszulegen, sondern den Tag in Ruhe zu starten – mit ein bis zwei Tassen warmem Wasser und ein paar Minuten mit mir allein am Küchentisch. Aber dann geht´s auch wirklich los…

By the way: Die Verprechen in der Buchbeschreibung (s.o.) hat Ayurveda allesamt eingehalten!