Hier kannst Du Dir meinen Monatsrückblick von mir vorlesen lassen:

 

Wer mich kennt, hat es vermutlich schon mal mitbekommen. Es ist kein Geheimnis, dass ich sehr nah am Wasser gebaut bin – in beide Richtungen. Ich bin einfach schnell berührt, und dann laufen die Tränen, ob ich nun lache oder weine.

Der Juni hatte beides. Es war der emotionalste Monat seit langer Zeit. Rundum schön, aber nicht so easy, wie ich im Mai noch gedacht hatte. Ja, er war auch ruhiger, weil ich gerade besser darin werde, meine Pausen zu machen und etwas anderes zu tun als nur das, was für meinen Unternehmens-Aufbau gerade notwendig ist. Aber geruckelt hat es wirklich ordentlich…

Die wohl schwerste Entscheidung meines Lebens (bislang)

14 Jahre lang habe ich mit meinem Mann die Dekanatssingschule an St. Petri in Arnsberg-Hüsten geleitet. Ich habe zuletzt 150 Kinder und Jugendliche beim gemeinsamen Singen unterstützt. Mit viel Spaß, Herzblut und aller Energie, die ich freisetzen konnte. Ich habe über die Jahre ungefähr 400 Eltern und Kinder im Liedergarten an das Singen herangeführt, mit weiteren 350 Kindern und Jugendlichen großartige Chorproben erlebt und Auftritte gemeistert, den Kindern beim Wachsen und Erwachsenwerden zugeschaut, sie begleitet, sie musikalisch geprägt und ihnen hoffentlich auch ein paar meiner eigenen Werte vermitteln können.

Ich habe Solisten für die Konzerte unterrichtet und mitgefiebert, wenn sie dann das Ergebnis präsentiert haben, Brummern das Singen auf dem richtigen Ton beigebracht, Gottesdienste mitgestaltet, geniale Jugendchor-Fahrten, Kinderchortage und Sommerfeste organisiert, betreut und begleitet.

Und vor Allem habe ich all diese Kinder und Jugendlichen mit ihren Familien so sehr ins Herz geschlossen. Einige Mitglieder des Jugendchores sind seit der Gründung im Februar 2007 dabei. Da entstehen schon sehr besondere Beziehungen über die Jahre. Dazu die enge Verbindung zu meinem Mann, beruflich wie privat. Das Gefühl all diese lieben Menschen im Stich zu lassen, sollte ich mich aus der Singschule zurückziehen.

Und dann dieser unglaubliche innere Drang, nochmal etwas ganz anderes machen zu wollen. Den Ayurveda in Deutschland zu verbreiten, Menschen mithilfe des Ayurveda zu einem leichteren Leben zu verhelfen, mein eigenes Unternehmen aufzubauen und das, was ich im Januar 2021, begonnen habe, unbedingt weiter machen zu wollen. Das Feedback vieler lieber Menschen über die unterschiedlichen Kommunikationswege, die Erfolge meiner ersten Klientinnen, dieses Glücksgefühl morgens beim Aufwachen, die vielen neuen Herausforderungen. Diese Freiheit, Flexibilität, Kreativität und meine große Vision, mit einem Wohnmobil die Welt zu bereisen und von dort aus, also orts- und zeitunabhängig, zu arbeiten. Gegen all das konnte ich mich nicht länger wehren. Bauch und Herz waren so laut, ich muss diesen Weg einfach weitergehen.

War ich zu Beginn noch der Meinung, dass ich beides nebeneinander laufen lassen kann, die Singschule und den Unternehmensaufbau, wurde mir in den letzten Wochen immer klarer, dass eben genau das nicht funktioniert. Das Unternehmen braucht jetzt 100% Aufmerksamkeit und Konzentration, wenn es etwas Gutes werden soll.

Dann erste Gespräche mit meinem Mann – tränenreich bei mir, Enttäuschung und zunächst Perspektivlosigkeit bei ihm. Aber der unbändige Wille bei uns beiden, das auf jeden Fall hinzubekommen – er leitet mit dem Team die Singschule weiter, ich gehe „all in“ auf meinem neuen Weg. Nachfragen von und Irritationen beim Team und bei den Singschulen-Familien, die in den letzten Monaten gesehen haben, wie ich auf meinem neuen Weg losgegangen bin. Weitere Gespräche mit besten Freunden, Kolleginnen, meinen Herzens-Buddies Anja und Kerstin.

So viel Getragenwerden spüren, so viel Rückenwind, der Hinweis meiner Ausbilderin Dr. Janna Scharfenberg „Du bist sowas von auf Deinem Weg!“. Eine Nachricht von Dr. Nadine Webering, die so viel Energie in mir freigesetzt hat.

Und auch immer wieder viele Tränen unterwegs: Die Singschule ist unser 4. Kind. Ich habe dort meinen Traum gelebt, mich selbst so entwickelt und so unglaublich gerne getan, was ich getan habe. Mit Herz, Leidenschaft und Liebe – zu den Menschen und zur Musik.

Und dann ein ganz klares Gefühl über Nacht, morgens aufgewacht und gewusst: das ist mein Weg! Ich muss ihn gehen, sonst werde ich mich immer fragen, warum ich es nicht versucht habe. Mit allen Konsequenzen und der Unterstützung meiner wunderbaren Familie. Alle noch irgendwie irritiert, dass ich in der Singschule nicht weiter mache und trotzdem so zugewandt und interessiert, was da bei mir passiert. Ich ziehe vor allem vor meinem Mann den Hut ♥.

Ich spüre außerhalb meiner Familie und des Freundeskreises natürlich auch Gegenwind, Unverständnis, höre Gerüchte und Unwahrheiten. Das tut weh, aber gehört wohl dazu.

Und was mir wirklich wichtig ist, weil ich es genau so empfinde: es ist eine Entscheidung FÜR mich und meinen ganz eigenen Weg, nicht GEGEN die Singschule. Die Singschule wird mir immer sehr am Herzen liegen!

Kinder und Jugendliche vor einem Altar in Chorformation stehend, Bernadette als Dirigentin davor

Kinder- und Jugendchor ♥ „meiner“ Singschule an St. Petri beim 10jährigen Bestehen im Sommer 2017, mein Mann Peter links am E-Piano, ich beim Dirigieren

Endlich wieder die ganze Familie sehen

Zur Abitur-Entlassung unserer ältesten Tochter Johanna haben wir nach langer Zeit mal wieder eine Familienfeier, natürlich draußen und mit den 3 Gs (genesen, geimpft oder getestet), veranstalten können. Wir alle sind echte Familienmenschen, und haben mit 4 Generationen gefeiert. Die Sonne schien und alle waren so glücklich darüber, dass wir uns mal wieder in diesem Rahmen treffen konnten. Es gab Gutes zu essen und zu trinken (…) und die Abiturientin hatte, genau so wie ihre Eltern, ein Dauergrinsen im Gesicht. Johanna durfte endlich ihr im Dezember geborenes Patenkind kennenlernen und alle eingeladenen Kinder haben die ganze Zeit miteinander gespielt – glückliche Kinder bedeuten glückliche Eltern.

Wir haben die Runde um unsere besten Freunde und wichtigsten Wegbegleiter aus Johannas Leben erweitert. Zum Teil sind dadurch Freunde von uns zum ersten Mal aufeinander getroffen und haben wunderbar miteinander harmoniert. Es war einfach ein wunderschöner Tag. So wie man ihn sich wirklich nur wünschen kann.

Die Abitur-Zeugnisse wurden coronabedingt am Vormittag im Wildwald Voßwinkel verliehen. Den AbiturientInnen wurde ihm wahrsten Sinne des Wortes der rote Teppich ausgerollt und die Atmosphäre dort war wirklich sehr schön. Mein Mann und ich sind fast geplatzt vor Stolz, vor Mitfreude aber auch vor Dankbarkeit. Ein ganz besonderes Ereignis im Leben von Eltern, denke ich.

Nun beschäftigen wir uns mit Studienplatz, Stipendien und demnächst mit Wohnungssuche, Auszug und ganz viel Loslassen…

Bernadette und ihr Mann mit den Köpfen aneinandergelehnt

mein Mann Peter und ich bei der offiziellen Abi-Entlassung unserer Tochter Johanna ♥

mein erstes richtiges Interview

Das war definitiv mein Business-Highlight im Monat Juni. Die liebe Judith Sympatexter Peters hat mich gefragt, ob ich Lust hätte, mit ihr ein Interview für ihre Facebook-Gruppe zu machen. Ich habe gar nicht gezögert, weil ich Judith einfach total klasse und inspirierend finde. Sie ist meine Blogger-Mentorin und ich habe seit Ende April schon so viel bei ihr gelernt. Nun habe ich mich dazu entschieden, noch ein weiteres Jahr bei und mit ihr zu lernen. Das Interview hat so viel Spaß gemacht und was ich besonders cool fand: wir haben im Anschluss noch länger gequatscht, als das eigentliche Interview gedauert hat. Wir haben über `s Bloggen, über Ayurveda, meinen Weg, meine Entscheidungen und unsere Hühner gesprochen.

Witzig ist, dass ich früher schon manchmal gedacht habe, dass ich irgendwie viel zu erzählen hätte, so als Mama von 3 Kindern mit Mann, Job und Vata-Kopf, und ich es richtig cool fänd, mal ein Interview zu führen oder einen Blog zu schreiben oder so etwas Ähnliches zu tun. Jetzt sitze ich hier und schreibe in meinem Blogartikel von meinem 1. Interview, verrückt!

zwei Bildschirme, links Judith Peters Sympatexter, rechts Bernadette

Mein 1. Interview und dann direkt mit der Knallerfrau Judith Sympatexter Peters – klick es mal an und hör rein!

Das ist im Juni noch passiert:

  • Der 1. Biergarten-Besuch seit dem letzten Sommer. Ich liebe es einfach an lauen Sommerabenden mit Freunden draußen zu sitzen und zu erzählen, zu lachen und sich einfach nah zu fühlen.
  • Ich habe am BlogSummit der lieben Janneke Duijnmaijer teilgenommen.
  • Zum 1. Mal seit langer Zeit habe ich mal wieder ein ganzes Wochenende frei gemacht, nichts getan, mich ausgeruht und sogar einen ganzen Nachmittag ohne Handy mit Freunden auf dem Tennisplatz zugebracht – zuschauenderweise natürlich :-).
  • Das 1. Mal wieder Doppelkopf von Angesicht zu Angesicht ohne Bildschirm dazwischen gespielt.
  • Ein Zoom-Call mit der lieben Ursula Gschwind von www.ayur-thea.com als Vorbereitung zu unserem gemeinsamen Insta-Live am 19. Juli.
  • Die letzte Schulkonferenz in meiner Funktion als Schulpflegschaftsvorsitzende am Gymnasium Laurentianum Arnsberg. Auch hier stand eine Entscheidung an und ich stehe nun nicht mehr bei der nächsten Wahl im neuen Schuljahr zur Verfügung.
  • Mareike Gerlach von www.yogalaune.de hat mich besucht – das war das 1. Mal, dass ich jemanden getroffen habe, den ich über das Internet, explizit Instagram, kennen gelernt habe. Es war ein wunderschöner Nachmittag.
  • Gleich zwei Schuljahres-Abschlussfeiern unserer Kinder am selben Nachmittag – da war mal wieder die Familienlogistik gefragt.

 

Und jetzt starten wir in die Sommerferien…!